Radfahren ist klima:aktiv!
Der Verkehr ist für zahlreiche Umweltprobleme der heutigen Zeit verantwortlich:
Die CO2–Emissionen sind im Straßenverkehr zwischen 1990 und 2006 um 83% (ohne Tanktourismus 25%) und im Flugverkehr in der gleichen Zeit um 61% angestiegen. Die Partikelemissionen sind ebenfalls bis zum Jahr 2005 im Straßenverkehr um 36% gestiegen. Zwar konnten die Stickoxidemissionen bei PKW vergleichsweise eingedämmt werden, auch diese Werte müssen jedoch im Sinne eines nachhaltigen Klimaschutzes verbessert werden.
In Österreich sind 25% aller Autofahrten kürzer als zwei Kilometer und 50% aller Autofahrten kürzer als fünf Kilometer. Gerade auf diesen kurzen Strecken im innerstädtischen Verkehr hätte Radfahren daher besonders großes Potenzial. Leider liegt Österreich, was die Nutzung des Fahrrads als umweltfreundliches Transportmittel anbelangt, im internationalen Vergleich im hintersten Drittel.
Dabei liegen die Vorteile des Radfahrens für Umwelt und Klima auf der Hand:
- Radfahren verbraucht keine fossilen Energien und verursacht keinen Feinstaub, keine Stickoxidemissionen und auch keine CO2-Emissionen
- verursacht keinen Lärm
- fördert die Gesundheit durch die Bewegung
- ist auf Kurzstrecken in der Stadt das schnellste Verkehrsmittel
- ist platzsparend
- mit Radfahren macht Umweltschutz auch Spaß.
Österreich hat außerdem ein großes Radverkehrspotential, denn 70% aller Haushalte besitzen zumindest ein Fahrrad.
Zudem zeigen einige Länder, Gemeinden und Städte wie Vorarlberg mit 13% Radverkehrsanteil oder etwa die Stadt Salzburg mit 16% Radverkehrsanteil, dass sich der Radverkehr, wenn er konsequent gefördert wird, behaupten kann.
Die Steigerung des im Schnitt mit 5% noch geringen Radanteils in Österreich (Wien 4%) ist daher vorrangiges Ziel des Lebensministeriums, wie auch die Verdoppelung des Radverkehrsanteils auf 10% aller Wege bis 2015 durch gemeinsame Maßnahmen von Bund, Ländern und Gemeinden.

